Donnerstag, 19. Mai 2011

Selbst gebaute Schulranzen - Bildung ist eine schwere Sache

Was tut man nicht alles:
Selbst gebauter Schulranzen
Und das meine ich durchaus wörtlich. Wenn Ihr Kind noch im Vorschulalter ist, sollten Sie sich schon heute auf eine gigantische Materialschlacht gefasst machen. Tief durchatmen und Ruhe bewahren, dann vermeiden Sie Fehler wie den, den ich vor einiger Zeit gemacht habe, und der mir jede Menge (überflüssige) Arbeit beschert hat.

Es geschah mitten in der 5. Klasse einer weiterführenden Schule. Das gesamte Schulmaterial meiner Tochter war inzwischen auf ein stattliches Gewicht von 15 kg angewachsen (ohne Trinkflaschen oder andere Extras.) Durch tägliches akribisches Umpacken schafften wir es, den Ranzen bei einem Gewicht von etwa 10 kg zu halten, was immer noch viel zuviel ist, würde man die Empfehlungen von Orthopäden beherzigen. Natürlich waren die Schüler angehalten, nicht benötigte Bücher in ihrem Spind in der Schule zu verwahren. Doch hier klafft die Lücke zwischen Theorie und Praxis: Natürlich fehlten bei den Hausaufgaben immer wieder mal die nötigen Dinge, sodass die Idee mit dem Spind schnell gestorben war. Also hieß es Schleppen.

Selbst gebauter Schulranzen,
man beachte die nützliche
Innenregistratur :-)
Wirklich schlimm wurde es, als meine Tochter eines Tages verkündete: »Ab heute nehme ich jeden Tag alles in die Schule mit. Ich hatte gestern vergessen, auf den Vertretungsplan zu schauen und nicht mitgekriegt, dass für heute Fächer vertauscht worden waren. Ich bin entsetzlich zusammengefaltet worden von der Lehrerin, weil ich die Sachen nicht dabei hatte.«

Auf meinen Einwand, sie könne unmöglich jeden Tag 15 kg hin- und herschleppen, wurde sie ein wenig unwirsch. »Nochmal hole ich mir so einen Anschiss nicht ab!«

Tatsächlich stopfte sie das komplette Schulmaterial in ihren Ranzen, der sich dadurch nicht mehr richtig schließen ließ. Irgendwie schaffte sie es trotzdem, das Zeug in die Schule zu transportieren, und das wochenlang.

Die Seiten sind mit zwei
großen Fächern für Sportsachen
versehen.
Schon nach einem Tag hatte ich entschieden, dass es so nicht weitergehen könne. Ein anderes Transportbehältnis musste her. »Ein Schultrolley?« – »Wo denkst Du hin, Mama, Schultrolleys sind total uncool, damit werde ich nur gemobbt.«

Also beschloss ich, den Versuch zu wagen, selbst einen Schulranzen herzustellen. Er sollte auf dem Rücken getragen werden können und sich trotzdem, bei Bedarf auf längeren Strecken, ziehen lassen. Gleichzeitig sollte er in der Lage sein, das Chaos in der Schultasche in den Griff zu bekommen. Ich machte mich also frisch ans Werk und bestellte ein großes Stück einer wasserdichten Zeltplane. Hinzu kamen eine stabile Kunststoffplatte und vier kleine Möbelrollen vom Baumarkt, dazu diverse Polster, Schließen und Packbänder.

Genießen Sie die Vorschule, denn später wird es bizarr ...

Schultergurte ausklinken, dann
dienen sie als Zugbänder für
den rollenden Transport.
Eine Woche ackerte ich wie verrückt, wobei unsere alte Nähmaschine endgültig ihren Geist aufgab, aber ich schaffte es, einen praktikablen Schulranzen für den Transport großer Mengen auf die Beine zu stellen, der sich an den (unten auszuhakenden) Schultergurten bei Bedarf auch ziehen ließ. Die Inneneinteilung bestand aus einem kompletten Register, mit Beschriftungen für alle Fächer. Ich räumte das ganze Schulzeug probehalber ein und tatsächlich: Es funktionierte. Der Ranzen besaß zwar, aufgrund seiner Größe, ein relativ hohes Eigengewicht, aber ich hoffte doch, dass meine Tochter von der Möglichkeit Gebrauch machen würde, die die Rollen ihr boten. Um ihr den neuen Ranzen schmackhaft zu machen, bügelte ich noch ein Pferdebild auf die Ranzenklappe auf, sodass das Ergebnis nicht einmal schlecht aussah.
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Untenansicht: Vier kleine
Möbelrollen, mit der
Bodenplatte fest verschraubt ...
 Als ich meiner Tochter das fertig eingeräumte Modell präsentierte, zeigte sie sich nicht gerade begeistert. Nein, das könne sie keinesfalls verwenden, erklärte sie mir zögernd. Auf meine Frage, warum nicht, rückte sie heraus, dass sie sicher bei ihren Klassenkameraden unten durch sei, wenn sie mit einem selbstgebastelten Modell anrücken würde.

»Warum hast Du mich dann basteln lassen und mich nicht gebremst?«, erkundigte ich mich und bekam die Auskunft: »Weil ich niemals gedacht hätte, dass es wirklich möglich ist, einen Schulranzen selbst zu bauen. Ich dachte, Du würdest irgendwann aufgeben …«

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Am Ende mussten wir beide lachen. Das Ergebnis meiner Bemühungen steht noch heute auf dem Dachboden und erinnert mich daran, dass gewisse Dinge einfach keinen Sinn haben. :-)

Ach so: Die Sache mit dem Schulmaterial hat sich dann anders gelöst. Inzwischen wird wieder jeden Tag umgepackt. »Und wenn mal was schiefgeht und ich Ärger kriege, dann krieg ich eben Ärger. Ist mir doch egal …«



Schultüte: Alles für den Schulanfang ...

Montag, 24. Januar 2011

Vorschule: Lernen durch Spielen

Wer sich unter dem Begriff Vorschule einen klassenzimmerartigen Raum vorstellt, in dem Dreijährige stundenlang zum Stillsitzen und Büffeln gezwungen werden, der ist auf dem Holzweg. Da die meisten Menschen eher ambivalente Erinnerungen mit dem Begriff »Schule« verbinden, finde ich den Begriff »Vorschule« ein wenig unglücklich gewählt, wenn man ausdrücken will, dass Kinder unter sechs Jahren in spielerischem Rahmen altersgerechtes Wissen erwerben sollen. Genau genommen tun sie ab dem Tag ihrer Geburt nichts anderes: Sie nehmen Eindrücke aus ihrer Umgebung auf und verknüpfen sie zu einem persönlichen Wissensschatz und Weltbild.

Nichts anderes sollte der Begriff Vorschule ausdrücken, als die Gestaltung einer anregenden Umgebung, die ganz nebenbei auch Wissen vermittelt. Jeder Mensch, Eindruck oder Gegenstand, mit dem ein Kind jemals konfrontiert wird, hinterlässt eine Spur. Einen Erfahrungswert. Ein Stückchen Wissen. Die Frage ist also: Welches Wissen nützt den Kindern? Was regt sie an? Und was überfordert sie eher?

Die ganze Welt ist eine Schule
Glücklicherweise fragt ein kleines Kind nicht nach Lehrerdiplomen oder zertifiziertem pädagogischen Wert, sonst würde es weder jemals Laufen noch Sprechen erlernen. Es beobachtet seine Welt und fügt sich Stück für Stück in sie ein. Umgibt man es mit anregenden Eindrücken, wird es sich schneller entwickeln als man sich vorstellen kann.

Fernsehen oder Bücher vorlesen?
Um es gleich zu sagen: Fernsehen ist keine altersentsprechende Tätigkeit für ein Vorschulkind. Schon gar nicht, wenn Fernsehen bedeutet, dass es vor der Flimmerkiste »geparkt« wird, um das Geld für den Babysitter zu sparen. Lässt man kleine Kinder hin und wieder eine Sendung ansehen, sollte unbedingt ein Erwachsener dabei sein, der dafür sorgt, dass das Kind nicht nur berieselt wird und darüber das Denken und Sprechen verlernt. Auch ein Kinderzimmer voller Plastiklärmspielzeug ist kontraproduktiv. Ziehen wir mal ab, dass vieles von dem Zeug giftige Dämpfe ausströmt, von deren langfristiger Wirkung wir viel zu wenig wissen: Alleine die ständige Beschäftigung mit ewig blinkenden und piepsenden Gegenständen verhindert zuverlässig das Zu-Sich-Kommen eines jungen Menschen. Papier und schöne Malstifte, Bauklötze und einige herzlich geliebte Kuscheltiere erfüllen diesen Zweck wesentlich besser.

Schenken Sie Ihrem Kind vor allem eines: Ihre Zeit. Und versäumen Sie nicht, ihm regelmäßig vorzulesen oder interessante Lernspielbücher mit ihm zu bearbeiten, (das Wort »arbeiten« in diesem Fall bitte nicht im erwachsenen Sinne verstehen!).

Eine Möglichkeit hierfür sind die LernSpielZwerge-Bücher und -blöcke aus dem Loewe-Verlag: Sie bieten abwechslungsreiche und unterhaltsame Spiele und Übungen, die helfen, die Konzentrationsfähigkeit Ihres Kindes zu steigern, sodass es nicht nur für den ersten Schultag, sondern vor allem für das Leben fit wird.

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Sonntag, 5. September 2010

Lernen in der Vorschule als Pflicht für alle?

Gegenstand
heißer Diskussion:
Das Buch von
Thilo Sarrazin
Die Diskussion um Thilo Sarrazins Buch »Deutschland schafft sich ab« hat ein Thema zurück auf die Tagesordnung gebracht, das seit einiger Zeit, schon aus finanziellen Erwägungen heraus, ein Schattendasein führte: Die allgemeine Kindergarten- bzw. Vorschulpflicht. Auf den Inhalt von Sarrazins Buch selbst möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da ich es noch nicht gelesen habe. Da ich jedoch die Diskussionen dazu aufmerksam verfolgt habe, fällt mir folgendes auf: Politiker sind nun hektisch darum bemüht, den Schaden für sich und ihre jeweiligen Parteien klein zu halten. Wild-aktionistische Vorschläge schwirren durch die Nachrichten. Dazu gehören auch Meldungen wie der Vorschlag von Klaus Wowereit, einen Besuch der Kita oder Vorschule nach dem ersten Lebensjahr verpflichtend für alle zu verordnen, damit auch Kinder fremdsprachiger Eltern zuverlässig vor dem Schuleintritt die deutsche Sprache erlernen können.

Hierzu sage ich nur eines: NEIN! Ich bin entschieden gegen jede Vereinheitlichung im Sinne der Gleichmacherei. Die Lebensentwürfe von Familien sind viel zu unterschiedlich, als dass den Herausforderungen der Zukunft mit einer pädagogischen Monokultur entgegengetreten werden könnte. Ziel des Staates sollte es sein, vielfältige Angebote zu organisieren, die den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden. Kinder berufstätiger Eltern bzw. Alleinerziehender benötigen unter Umständen Ganztagsbetreuungsplätze, wenn die Betreuung nicht familienintern organisiert werden kann. Eltern in Teilzeitarbeit reicht womöglich ein Halbtagesplatz, oder sie entschließen sich, ihre Arbeitszeiten so zu organisieren, dass sie sich mit der Kinderbetreuung abwechseln können. Nun allen Eltern per sé die Erziehungsfähigkeit abzusprechen und ihnen die Kinder von Staats wegen faktisch wegzunehmen, käme einem Bruch des Grundgesetzes gleich, das die Erziehung der Kinder als natürliche Pflicht der Eltern definiert.

Was soll der Staat tun, wenn Eltern ihrer Erziehungspflicht nicht nachkommen (können)?
Es ist ein Unding, nun die Millionen von Eltern, die ihrer Aufgabe liebevoll und verantwortungsbewusst nachkommen, indirekt kriminalisieren zu wollen, indem man konstatiert, die Kinder seien in einer Kita besser aufgehoben als in ihrem eigenen Heim. Eltern sollten sich gegen diese Zumutung mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln schon im Vorfeld wehren. Mein Vorschlag zur Lösung des Dilemmas ist ein anderer:

Mit ungefähr vier Jahren sollte ein verbindlicher Sprachtest für alle Kinder durchgeführt werden. Bei Nichtbestehen (das heißt: auffälligen Defiziten in der Sprachentwicklung bzw. dem Beherrschen der Landessprache) könnte der Besuch einer gezielten Vorschule angeordnet werden. Wie gesagt: Zum Ausgleich der Defizite, nicht, um die staatliche Lufthoheit über die Kinderbetten zu erlangen, wie dies einigen Politikern wohl heimlich vorschwebt. 



Mittwoch, 1. September 2010

Ihr Kind wird bald in die Schule kommen? – Dann machen Sie sich auf was gefasst!

Abb: ©Rike / Pixelio
Laut einer neuen Studie der Bertelsmann-Stiftung schneidet das deutsche Schulsystem im internationalen Vergleich eher mäßig ab. Und das wundert einen auch nicht, wenn man sich den dazugehörigen Bericht der BILD-Zeitung ansieht, dessen Fazit nur lauten kann: Wir müssen uns selbst um eine solide Vorschule oder häusliches Lernen bemühen, wenn die Kinder nicht die Leidtragenden sein sollen.

Selbst wenn man möglich boulevardzeitungstypische Übertreibungen abzieht, stellt man fest: wir haben uns auf dem Gebiet des Bildungssystems heillos in einer Diskussion um leere Worthülsen verheddert, die weder den Kindern noch den Lehrern, die täglich an der Bildungsfront kämpfen, auch nur einen Deut nützen.

Wie die Schule heißt, ist völlig egal!
Ob wir ein Bildungsinstitut nun Haupt- oder Mittelschule nennen, ob wir Bildungszweige zusammenführen und sie mit dem Etikett »Gesamtschule« versehen oder uns doch für das dreigliedrige Schulsystem entscheiden, das ist nicht das Ausschlaggebende. Wir könnten eine Schule genauso gut Lernhaus oder auch Senffabrik nennen, es macht keinen Unterschied. Einzig und alleine entscheidend ist eine Frage: Erlernen die Kinder dort die grundlegenden Kulturtechniken wie Schreiben, Lesen und Rechnen? Erhält jedes Kind dort die Möglichkeit, das Maximum aus seinen persönlichen Anlagen herauszuholen, um später seinen zu ihm passenden Weg finden zu können? Geschieht dies alles in einer positiven Grundstimmung, die geeignet ist, die natürlich in jedem Menschen angelegte Wissbegier nicht zu torpedieren? Herrscht genügend Disziplin dort, um sinnvolles Lernen überhaupt erst möglich zu machen? Und Freiheit genug, nicht ein Heer von Duckmäusern heranzuziehen?

DAS sind die wirklich wichtigen Fragen, an denen stets vorbeigeredet wird. Denn ihre Beantwortung würde das übliche Bildungsdiskussionsgeschwurbel schnell als das entlarven was es ist: eine Aneinanderreihung leerer Worthülsen.

Montag, 16. August 2010

Vorschule – Lernen: Bildung muss nicht teuer sein

Mit Bestürzung verfolge ich in den letzten Wochen die Tatsache, dass das Thema Bildung mehr und mehr zum wohlfeilen Schlachtfeld verschiedener Gruppierungen verkommt. Klar: Wenn es um das Wohl der Kinder geht, lässt sich ein politischer Gegner wunderbar diskreditieren, denn es ist das für Eltern wichtigste Thema überhaupt.

In Hamburg wurde der Kampf um das Schulsystem mal eben zu einer Schlacht »arm gegen reich« hochstilisiert, die Tatsache, dass öffentliche Schulen aller Art in Deutschland für jeden kostenfrei sind, wurde wieder mal unter den Tisch gekehrt. Nicht abzustreiten ist, dass Kinder aus gut situierten Familien eher auf dem Gymnasium landen, als Kinder aus ärmeren Häusern. Aber: Warum ist das so? Weil böse Oberschichtler die Konkurrenz für ihre Kinder fürchten? Man zeige mir ein Gesetz, in dem geschrieben steht, das Kind einer Hartz-IV-Familie dürfe das Gymnasium nicht besuchen. Oder sich nicht anderweitig weiterbilden. Die Tatsache, dass ärmere Kinder seltener aufs Gymnasium gehen, ist der Beweis für etwas ganz anderes: Dafür nämlich, dass die entscheidenden Lernschritte nicht in der Schule stattfinden, sondern zuhause. Ja, dem staatlichen Bildungsmonopol zum Trotz erwerben Kinder von Geburt an Kompetenzen, deren Versäumen sie auch in der Grundschule kaum noch aufholen können.

Vorschule – Lernen: Ohne die Eltern funktioniert es nicht!
Bildung braucht keine wasserkopfartige Organisation. Auch keine Lehrmaterialien für hunderte von Euronen. Sie braucht etwas viel Wichtigeres: eine erwachsene Person, der die Zukunft des Kindes am Herzen liegt und die bereit ist, Zeit und Liebe zu investieren. Gerade arbeitslose Eltern, deren Geld mehr als knapp ist, haben reicheren Eltern etwas Entscheidendes voraus: sie haben mehr Zeit. Statt also zu klagen, dass sie sich Förderkurse, Nachhilfeunterricht oder das zehnbändige Universallexikon für ihre Kinder nicht leisten können, wäre es eine Möglichkeit, stattdessen die Zeit aufzubringen, ihren Kindern vorzulesen oder ihnen Grundwissen nahezubringen.

Vorschule – Lernen: Was ist mit dem Lehrmaterial? Das kostet doch auch Geld?
Um die Umgebung eines Kindes anregungsreich zu gestalten, brauchen Sie nicht so furchtbar viel Geld. Lehrmaterial für das Vorschulalter gibt es schon für unter zehn Euro.

Wenn es noch günstiger sein soll, dann ist das Booklooker-Portal ein Top-Tipp: Die Schnellsuche nach den Stichwörtern Vorschule Lernen (gebraucht) ergibt aktuell fast 700 Treffer (täglich schwankend). Sehen Sie sich in Ruhe um: Schon für 1 € zuzüglich Porto können Sie dort fündig werden. Was Sie sonst noch brauchen, wie Papier, Blei- oder Buntstifte, erhalten Sie schon für wenige Euro bei ALDI oder LIDL. Achten Sie auf aktuelle Angebote!



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Abb. oben: ©Georg Marinschek / www.pixelio.de

Montag, 9. August 2010

Vorschule – Lernen: Die Uhr

Auch in Zeiten der Digitaluhr ist es unverzichtbar, eine Zeigeruhr ablesen zu können, denn dies gehört zum grundlegenden Lernstoff der Grundschule. Sich schon vor der Einschulung mit solchen Inhalten beschäftigt zu haben, ist von großem Vorteil, will man nicht zum Sklaven der starren Zeitvorgaben werden, innerhalb welcher ein Lehrstoff begriffen sein muss. Spielerisch die Uhr zu lernen, das ermöglicht das Buch Die Uhr und die Zeit aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum?. Angefangen mit der Erklärung, wozu das Messen der Zeit überhaupt notwendig ist, über größere Einheiten wie Tages- und Jahreszeiten sowie den Kalender, bis hin zum konkreten Ablesen der Uhrzeit, welches mit Hilfe einer drehbaren Uhr geübt werden kann, erfahren die Kinder vieles Wissenswerte über den Lauf der Zeit und dessen symbolischer Darstellung.

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Vorschule – Lernen: Das Kind nicht alleine lassen
Ein Buch zu kaufen, es einem Vorschulkind zu geben und zu hoffen, dass es nun den Inhalt schon irgendwie verinnerlichen wird, das ist nicht genug. Ohne Erwachsene, die das Buch mit ihm gemeinsam anschauen, es ihm vorlesen und das Ablesen der Uhrzeit mit ihm üben, geht es auch mit diesem Buch nicht. Das ist auch nicht der Sinn der Sache. Einem Kind zu helfen, ein neues Wissensgebiet für sich zu erobern, ist mit eine der schönsten Aufgaben, die das Elternsein mit sich bringt. Man sollte sie genießen, statt sie sich durch Kindergarten oder Grundschule komplett aus der Hand nehmen zu lassen.

Nichts ist schlimmer als die These, die ich neulich irgendwo aufgeschnappt habe: Demnach sind Kinder nichts als Gäste ihrer Eltern, die sozusagen als Wirte fungieren und nur darauf warten, dass der Besuch endlich seiner Wege geht. Wie traurig und deprimierend ist das denn? Wollen wir uns als Eltern wirklich in dieser Weise in die Ecke stellen lassen? Oder nicht vielmehr unser natürliches Recht zurückfordern, an der Bildung der eigenen Kinder mitzuwirken? Andernfalls sind wir nichts als Zuchtvieh eines Staates, der zwar »Fachkräfte« und »Rentenbeitragszahler« braucht, aber eben keine Kinder.

Mittwoch, 4. August 2010

Vorschule – Lernen: Welche Erwartungen haben Sie an die Schule?

Diese Frage sollten sich Eltern schon vor der Einschulung ihrer Kinder stellen. Gerade in einem System wie unserem ist es sehr leicht, der Illusion zu erliegen, der Staat würde sich schon um alles kümmern. Lange Zeit war das sogar Standard: Fragte man einen Pädagogen, ob die Kinder sich schon vor der Einschulung mit Buchstaben und Zahlen beschäftigen sollten, erhielt man zur Antwort: »Um Himmels Willen nein, das ist doch Sache der Schule!«

Solch eine Aussage erzeugt die Illusion, mit der Einschulung sei es getan, der Staat in Gestalt der von ihm beauftragten Lehrer würde nun für umfassende Bildung nach Maß sorgen. Doch Vorsicht, diese Sicherheit ist mehr als trügerisch! Den Staat interessiert es nicht, wie es unseren Kindern geht! Sie sind seit einigen Jahrzehnten Versuchskaninchen immer neuer pädagogischer Konzepte, die, wenn Erfolglosigkeit offenkundig wird, sang- und klanglos eingestampft werden und neuen Versuchsreihen weichen. Durch diesen Irrgarten werden unsere Kinder ab der Einschulung geschickt, und das schon seit mehreren Generationen. Das Ergebnis zeigt sich, wenn man die Nachrichten dieser Tage liest: Bundeswirtschaftsminister Brüderle möchte ausländische Fachkräfte mit Prämien ins Land locken, während gleichzeitig Millionen von Arbeitslosen herumlaufen, die allesamt das deutsche Schulsystem in seiner ganzen Pracht und Herrlichkeit genossen haben.
Anderen Ländern die teuer ausgebildeten, dringend benötigten Fachkräfte abziehen, während unsere Jugend geistig verkümmert. Eine gute Lösung, nicht wahr?

Vorschule – Lernen: Fangen Sie früh genug an!
Sitzt Ihr Kind erst in der Schule, schwinden bereits die Chancen, im Lesen, Schreiben und Rechnen wirklich gut zu werden, wenn es ohne Vorkenntnisse dort ankommt. Denn unsere Schulen mögen vieles sein, Orte der geistigen Freiheit jedoch sind sie keineswegs. Frust, Zwang und Konkurrenzdruck entstehen schon in der Grundschule und rauben den Kindern jede Freude am Lernen. Fangen Sie schon früher an, mit späteren Lerninhalten zu spielen. Auf diese Weise lernt Ihr Kind leicht und schon vorab das, was es später, in der Schule, als drögen Zwang empfinden würde. Vergessen Sie politische Diskussionen um Schulreformen und legen Sie einfach los. Anregungen dazu finden Sie in diesem Blog. Ihr Kind wird es Ihnen danken!

Ein Kommentar von Ursula Prem
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